Stipendien & Förderung

Deutschlandstipendium: Zwei Alumni mit FABU Nachwuchspreis ausgezeichnet

26.03.2026|13:27 Uhr

Fotos Friederike von Heyden

Dass es sich bei unseren Stipendiatinnen des Deutschlandstipendiums um herausragende Studierende handelt, ist allen Akteur*innen des Stipendienprogramms und den Fördernden selbstverständlich bewusst. Umso mehr freut es uns, wenn dieses Engagement und diese Leistungen zusätzlich durch Preise gewürdigt werden. In diesem Jahr konnten gleich zwei Deutschlandstipendien‑Alumni mit den begehrten, von der FABU organisierten Nachwuchspreisen der Bergischen Universität Wuppertal für ihre Masterarbeiten ausgezeichnet werden: Florian Volkhausen und Jakob Wieland.

Netzreboot 101 – Der schnellste Weg aus dem Stromausfall

Masterarbeit von Jakob Wieland

Mikro an, Ton läuft – sollte während einer Podcastaufnahme einmal der Strom ausfallen, ist das halb so wild. Kritisch wird es hingegen, wenn wichtige Infrastrukturen betroffen sind: Krankenhäuser, Rettungsdienste, Verkehr und Kommunikationsnetze müssen im Ernstfall so schnell wie möglich wieder ans Netz gebracht werden.
Genau hier setzt die Masterarbeit von Jakob Wieland, Wirtschaftsingenieur, an. Im Fokus steht nicht nur die Frage, wer zuerst wieder versorgt wird, sondern vor allem wie ein stabiles Inselnetz zur Versorgung aufgebaut werden kann. Denn beim Netzwiederaufbau müssen Erzeugung und Verbrauch jederzeit im Gleichgewicht sein, während Aspekte wie Frequenzhaltung, Leistungsflüsse und Blindleistung berücksichtigt werden.

Dafür wurde eine Software entwickelt, die den Wiederaufbauprozess eines Notinselnetzes für kritische Infrastrukturen im Verteilnetz automatisiert plant. Sie identifiziert geeignete Netzbereiche, strukturiert die notwendigen Schalthandlungen und überprüft die technische Machbarkeit mithilfe von Lastflussberechnungen.

Klimakompensation – global gedacht, woanders gemacht?

Masterarbeit von Florian Volkhausen

CO₂-Emissionen kompensieren – aber wie eigentlich genau und an welchen Orten? In seiner Masterarbeit widmet sich der Politikwissenschaftler Florian Volkhausen der geographischen Verteilung von Klimakompensationsprojekten auf dem freiwilligen CO₂‑Kompensationsmarkt.
Er beleuchtet, warum Klimaschutzprojekte häufig in der sogenannten Peripherie und deutlich seltener in den ökonomisch starken Kernländern umgesetzt werden. Konkret thematisiert er u,a.:

  • Wiederaufforstung und Elektrifizierung als zentrale Projektfelder,
  • Fragen globaler Ungleichheit,
  • die Geschichte und Logik des Handels mit CO₂‑Zertifikaten
  • und darüber, was jede*r Einzelne selbst zum Klimaschutz beitragen kann.

Wir gratulieren Florian Volkhausen und Jakob Wieland herzlich zu diesen herausragenden Leistungen und freuen uns, dass ehemalige Stipendiat*innen des Deutschlandstipendiums hier so eindrucksvoll vertreten sind.