Exkursion 02/2026 - Zu Gast bei Knipex
Knapp 30 Deutschlandstipendiat*innen der Bergischen Universität Wuppertal durften bei der zweiten Exkursion im Rahmen des Stipendienprogramms das Traditionsunternehmen KNIPEX aus nächster Nähe erleben – und einmal mehr wurde deutlich, wie wertvoll die Verbindung von Hochschule, Wirtschaft und regionalem Engagement ist.
Den Auftakt machte Geschäftsführer, Ralf Putsch, persönlich im KNIPEX Forum. In seiner Einführung stellte er nicht nur das Unternehmen vor, sondern betonte eindrücklich die enge Verbundenheit zum Standort Wuppertal, die Bedeutung regionaler Verantwortung und das vielfältige soziale Engagement von KNIPEX.
Hier ist neben vielen anderen Projekten auch das langjährige Engagement im Deutschlandstipendienprogramm der Bergischen Uni zu nennen: Mit der Unterstützung von insgesamt 15 Stipendien leistet KNIPEX einen wichtigen Beitrag zur Förderung junger Talente.
Anschließend ging es in drei Gruppen auf eine ausgiebige Werksführung. Auch wenn – wie Herr Putsch eingangs schmunzelnd erwähnte – eine Zange kein hochkomplexes Produkt sei, zeigte sich schnell: Der dahinterstehende Produktionsapparat ist beeindruckend, hochkomplex und hier von einem kompromisslosen Qualitätsanspruch geprägt.
Rund 80.000 Zangen pro Tag laufen durch die Produktion – und jede einzelne geht zur Qualitätskontrolle durch die Hände eines Mitarbeitenden.
Besonders eindrucksvoll: Das firmeneigene Museum, in dem zahlreiche Exponate die Geschichte der industriellen Werkzeugherstellung erzählen. Ein Highlight ist ein original wasserbetriebener Schmiedehammer, der von einem Mitarbeiter zufällig im Urlaub in Österreich entdeckt und dann durch Mitarbeitende von KNIPEX mühevoll freigelegt und nach Wuppertal gebracht wurde – gelebte Industriekultur im besten Sinne.
Im Anschluss vertiefte Matthias Hagedorn, Leiter Marketing, das Thema im Fachvortrag „Markenliebe im Handwerk“. Er machte deutlich:
- Nur Produkte, die besser sind als vergleichbare Angebote am Markt, werden bei KNIPEX überhaupt hergestellt.
- Die Identifikation der Kund*innen mit der Marke geht dabei weit über den täglichen Gebrauch hinaus – das zeigt sich nicht nur an tätowierten KNIPEX-Zangen, sondern auch an der hohen Nachfrage nach Merchandising-Artikeln: von Kleidung und Tassen über Magnete bis hin zum eigenen Zangen-Kuscheltier.
Dass ein Werkzeughersteller ein „angestaubtes“ Image habe, widerlegt KNIPEX eindrucksvoll:
Über 30 Mitarbeitende arbeiten in der Marketingabteilung an der weltweiten Markenpräsenz, auch im Social-Media-Bereich. Mehrere hundert Influencer weltweit werden mit Informationen versorgt und tragen gemeinsam mit dem Team zu über 100 Posts täglich bei. Markenliebe wird hier sichtbar gelebt – intern wie extern.
Auch wenn wir schon mehrfach bei KNIPEX zu Gast waren: Es gibt jedes Mal Neues und Spannendes zu entdecken.
Herzlichen Dank, liebes KNIPEX-Team – für euren Einsatz im Deutschlandstipendienprogramm, eure kontinuierliche Unterstützung der Bergischen Universität Wuppertal und euer starkes Engagement für die Region Wuppertal. Wir kommen sehr gern wieder.